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TapezierenTapezieren

Tapetenwechsel wirkt Wunder, denn er verändert nicht nur Wände. Es ist wohl die preiswerteste Möglichkeit, Räume wieder völlig neu zu erleben - vor allem für Selbermacher. Allen Gelegenheitsrenovierern, die nicht jeden Tag zur Kleisterbürste greifen, bieten wir hier die Möglichkeit, ihr Wissen aufzufrischen und vielleicht noch Tricks dazuzulernen.
Tapeten werden heute grundsätzlich auf Stoß geklebt. Nur bei Ecken und in Nischen klebt man sie etwa 2 cm übereinander. Wenn Sie zum ersten Mal eine Decke tapezieren wollen, raten wir Ihnen, einen erfahrenen Helfer dazuzuholen.

Einkauf und Vorbereitungen

Der Untergrund zum Tapezieren muss sauber, glatt, trocken und fest sein. Alte Tapeten werden entfernt, und auch alte wasserlösliche Anstriche (Kalkanstriche) müssen restlos abgewaschen werden. Lackanstriche sollte man anlaugen. Rauhe Untergründe kann man mit Streichmakulatur vorstreichen, saugfähige, glatte Untergründe mit verdünntem Kleister. Risse und Löcher werden mit gipshaltigem Spachtel verfüllt. Um unnötige Wege zu sparen, sollten Sie beim Tapeteneinkauf auch an diese Vorarbeiten denken und entsprechendes Material und Werkzeug gleich mit in die Einkaufsliste aufnehmen. Die wichtigsten Werkzeuge zum Tapezieren sind: Tapeziertisch, Kleisterbürste (oder Kleistermaschine), Moosgummiroller oder Tapetenbürste, Nahtroller, Tapetenmesser, Schere, Senklot. Wieviele Rollen Tapete und welchen Kleister Sie brauchen, können Sie unseren Tabellen entnehmen. Beachten Sie beim Kauf, dass auf einer Fläche nur Tapeten gleicher Anfertigungsnummer verarbeitet werden sollten.

Anzahl der benötigten Rollen
Wandlängen
(Summe)
Raumhöhe in cm
235 250 275 300
10 Meter
11 Meter
12 Meter
13 Meter
14 Meter
15 Meter
16 Meter
17 Meter
18 Meter
19 Meter
20 Meter
21 Meter
22 Meter
5
6
6
7
7
8
8
8
9
9
10
10
11
5
6
6
7
7
8
8
9
9
10
10
11
11
6
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Zuschneiden und Einkleistern

 Tapeten können Sie mit einer Schere zuschneiden, mit einem Cuttermesser entlang einer Schiene oder einfach mit einem Tapetenmesser. Wenn Sie dazu die Bahnen randgenau übereinanderlegen und am Ende etwas andrücken, fällt der Schnitt exakt rechtwinklig aus.
 Beim Einkleistern ohne Maschine wird der Kleister mit einer Deckenbürste satt und möglichst gleichmäßig von der Mitte zu den Rändern hin verteilt. Zum Weichen das obere Ende der Tapetenbahn um etwa zwei Drittel umschlagen, das untere Ende nur ein kleines Stück.
 In einer Kleistermaschine wird die Tapete über mehrere Rollen geführt und nimmt dabei gleichmäßig Kleister auf. Für den Zuschnitt (nach dem Einkleistern) gibt es eine Schiene am Gerät. Dann die Bahn zum Weichen (je nach Tapetenart 5 bis 15 Minuten) zusammenlegen.

Tipps

Kleister auf dem Tisch läßt sich vermeiden. Legen Sie zum Einkleistern mehrere Tapetenbahnen versetzt übereinander (Rückseite nach oben), so dass die Tischfläche abgedeckt wird (siehe Abbildung oben Mitte).

Beulen durch Luftblasen sind schnell beseitigt: Mit einer Spritze Kleister einspritzen, etwas weichen lassen und mit der Rolle andrücken.

Gut trocknen können die neuen Tapeten bei einer Raumtemperatur um 18° C. Vermeiden Sie Durchzug und übermäßiges Heizen. Bei zu schnellem Trocknen platzen Nähte auf.

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Richtig tapezieren

 Eine knappe Bahnbreite neben dem Fenster wird das Lot gefällt und die erste Tapetenbahn angelegt, denn man tapeziert immer mit dem Licht, also vom Fenster weg.
 Tapetenbahnen werden auf Stoß geklebt und vorsichtig mit der Bürste (oder einer Gummiwalze) glatt gestrichen. Kleisterflecken sofort entfernen, bevor sie antrocknen!
 Die Überstände an Decke und Fußleiste drückt man mit dem Scherenrücken fest in die Ecke. Dann die Tapetenbahn etwas abziehen und im Falz sauber abschneiden.
 Die Anschlußnähte werden mit einem Nahtroller sorgsam angerollt, so dass sie später nicht mehr zu sehen sind. Auch hier austretenden Kleister sofort entfernen.

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Decke tapezieren

 Für Decken werden die eingeweichten Tapetenbahnen in ca. 30 cm langen Windungen harmonikaförmig zusammengelegt, um sie abschnittsweise kleben zu können.
 Die Decke tapeziert man am besten zu zweit. Einer setzt die Tapetenbahn an, der andere hält z. B. mit einem sauberen Besen das übrige Ende an die Decke.

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Bordüren kleben

 Übergänge von zwei verschiedenen Tapeten kann man schön mit Bordüren gestalten. Zunächst die beiden Tapeten überlappend kleben und gemeinsam schneiden.
 Wenn die überlappenden Tapetenreste entfernt sind, kann die Bordüre gerade auf die Nahtlinie geklebt werden. Mit einem Spezialkleber geht das ohne Weichzeit.

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Rapport

 Bei Mustertapeten wiederholt sich das Muster in gleichmäßigen Abständen. Nur dadurch ist es möglich, mit einzelnen Bahnen große gemusterte Flächen ohne deutlich sichtbare Übergänge zu erzielen. Diese Musterwiederholung wird als Rapport bezeichnet. Bei vielen Tapeten ist er gleich auf den ersten Blick, bei anderen dagegen nur sehr schwer erkennbar. In jedem Fall muss er aber beim Zuschnitt der Tapetenbahnen berücksichtigt werden. Oft müssen Sie die Tapetenbahnen zueinander versetzen, um das Muster einzuhalten. Dieser Versatz wird durch Pfeilsymbole auf der Rückseite der Tapete angezeigt. Daraus kann sich auch ein größerer Verschnitt ergeben.

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Kleberempfehlung

Tapetenarten Kleberempfehlung
Papiertapeten, leicht bis mittel Normalkleister
Rauhfaser Spezialkleister
Prägetapeten, Strukturtapeten, schwere Papiertapeten Spezialkleister
Textiltapeten Textil- und Vinyltapetenkleber
Vinyl- und Schaumvinyltapeten Textil- und Vinyltapetenkleber
Glasfasertapeten, kaschiert Textiltapetenkleber
(fertiger Dispersionskleber)

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